Ich bin zurück – Mein Auslandspraktikum in Dublin

Hallo Deutschland,

seit Samstag bin ich aus Dublin wieder zurück im Lande und ich habe so einiges erlebt und möchte meine Erfahrungen jetzt mit euch teilen.

Begonnen hat mein Aufenthalt, wie ihr wisst, vor 2 Wochen, als wir vier Mädels gemeinsam am Mittag bei unserer Gastfamilie ankamen. Schon als wir aus dem Auto ausgestiegen sind, stand die Gastmutter bereits vor der Tür und begrüßte uns unglaublich herzlich. Allgemein war unsere Gastfamilie super herzlich und hilfsbereit und hat versucht uns bei jedem Anliegen zu helfen. Wir haben uns dort alle super wohl gefühlt und konnten unsere Unterkunft in diesem Zeitraum tatsächlich unser Zuhause nennen. Gewöhnungsbedürftig war lediglich das Essen dort, denn das Frühstück fiel mit Toast, Marmelade und Müsli immer sehr süß und einseitig aus und auch das Abendessen war oft aus, für uns 2 verschiedenen Hauptgerichten, die gar nicht zusammenpassten, zusammengewürfelt. Schlecht geschmeckt hat es aber trotzdem nicht, zumal man immer mit Salz und Pfeffer nachhelfen konnte.

Da wir in einem Vorort von Dublin lebten, mussten wir immer mit der Bahn in die Stadt fahren. Im Zentrum angekommen bewegten wir uns immer mit dem Bus oder auch zu Fuß fort, da das Zentrum an sich, gar nicht so riesig ist, wie man vorher vielleicht glaubt. Jedoch ist Dublin eine wunderschöne Stadt mit dem River Liffey, der das Zentrum in Nord- und Südseite aufteilt, den vintage Gebäuden aus Backstein, den vielen gemütlichen Pubs und zahlreichen Parks und der schönen Straßenmusik an jeder Ecke. Mein Praktikumsplatz, die Anwaltskanzlei, war am westlichen Ende der Stadt, nahe des Phoenix-Parks. Wegen der Kürze meines Aufenthalts und meiner, für Anwaltskanzleien, nicht ausreichenden Fachkenntnisse, waren meine Aufgaben dort sehr einfach gehalten. Das war jedoch nicht schlimm, da es mir bei dem Praktikum ja vorranging um die Verbesserung meiner Englischkenntnisse und das Erfahrungsammeln in anderen Arbeitsumfeldern ging und das ist mir auch definitiv gelungen. Es ist gleich aufgefallen, dass die Arbeitsmoral in Irland anders ist, als wir es bei uns kennen. Dort sind die Leute entspannter und stressfreier, jedoch ist das Büro auch ziemlich chaotisch geführt. Trotzdem durfte ich ab und zu mit in das Gericht und bei einer Gerichtsverhandlung dabei sein, was ich wirklich interessant fand, da der Ablauf und der Aufbau dort genauso waren, wie man es immer im Fernseher sieht. Auch deren Englisch war gut zu verstehen, damit hatte ich keine Probleme.

Da alle Sehenswürdigkeiten in Dublin nur bis höchstens 17 Uhr geöffnet hatten, habe ich viele der schönen Gebäude leider nicht von innen gesehen. Da man sich aber ansonsten in den 2 Wochen viel durch die Stadt bewegte, konnte ich auch so genügend Eindrücke sammeln. Nach Arbeitsende haben wir Mädels uns immer getroffen und den Abend meist in einem der vielen gemütlichen Pubs ausklingen lassen und von unserem Tag erzählt oder haben uns einfach so die schöne Stadt angeschaut.

An unserem Wochenende waren wir außerdem an den Cliffs of Moher und den Giants Causeway. Dort war es einfach atemberaubend schön und jeder der einmal in Irland ist, sollte diese besonderen Orte auf jeden Fall einmal erlebt haben. Allgemein ist Irland ein wunderschöner Fleck Erde mit seinen endlosen grünen Wiesen mit Kühen und Schafen und den weiten Küstengegenden und egal wo man ist, die Menschen sind immer super freundlich, offen und hilfsbereit.

Alles in Allem hat mir mein Aufenthalt unglaublich gut gefallen und ich würde jederzeit wieder an so einem Projekt teilnehmen. Somit möchte ich noch einmal danke sagen, an meine Firma, die mich hierbei so sehr unterstützt hat und an meine Schule und die Organisation vor Ort, die das alles möglich gemacht hat, denn ich werde meine Zeit dort und diese Erfahrung niemals vergessen.

Liebste Grüße

Eure Leona